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TU Wien / DU Krems 2011
Master's Thesis
General Management MBA
Erweiterte Märkte nach 1989 Vorwort Erweiterte Märkte nach 1989 Executive Summary


Schlagwortkette: Kunstförderung / LIKUS / BMUKK / Bildende Kunst / Bildkünstlerisches Feld / Apparative Medien / Medienkunst / Angewandte Kunst / Reproduzierende vs. Produzierende Kunst / Ostöffnung / Globalisierung / Kunstpolitische Entwicklungen in der 2. Republik / Zeitgenössische Kunst / Moderne Kunst / Kunstmarkt / Boom & Crash / globalisierende Kunstmärkte

Martina Chmelarz-Moswitzer

Erweiterte Märkte nach 1989 – Auswirkungen auf die Förderpolitik im Bereich Bildende Kunst auf Bundesebene (Österreich)
Technische Universität Wien/Donau-Universität Krems 2011

Ein immer wiederkehrendes Thema der Kulturpolitik ist die Rolle, die der Staat bezüglich der Förderung von Kunst spielen soll. Die Grundsatzfrage, ob der Staat fördern soll, wurde de facto durch die historische Entwicklung beantwortet. In allen europäischen Ländern und auch in den USA haben sich Systeme der Kunstförderung entwickelt. ,,Kunstsubventionierende Maßnahmen der öffentlichen Hand sind heute in Österreich wie auch in anderen Ländern ein milliardenschwer praktiziertes Faktum, ein Stück sozialer Realität.“ (Knapp, Marion: Österreichische Kulturpolitik und das Bild der Kulturnation. Frankfurt/Main 2005, S. 80. Knapp gibt als Quelle an: Mihatsch, 1989, zitiert nach Pleschberger, 1991.)

Die Arbeit untersucht auf welche Weise das öffentliche Kunstförderungssystem den Herausforderungen durch die Erweiterung der Märkte seit dem Fall des so genannten Eisernen Vorhangs 1989 begegnet und wie sich dies ausgabenseitig niederschlägt. Die Analyse basiert auf öffentlich zugänglichen Daten zu den Ausgaben des Bundes im Kunstbereich und konzentriert sich auf das bildkünstlerische Feld. Um der Komplexität der Materie gerecht zu werden wurde eine interdisziplinäre Vorgangsweise gewählt; über die fokussierten wirtschaftlichen Kriterien hinaus, demonstriert die Master’s Thesis Offenheit für Beiträge unterschiedlicher Disziplinen und verbindet somit synergetisch Anteile der Wirtschafts-, Sozial-, Geistes- und Kultur- sowie Politikwissenschaften, Beiträge aus der Politik selbst, der Kunst und Kunsttheorie. Sie nimmt Bezug auf den Aufschwung am Markt für zeitgenössische Kunst in den 1980er Jahren, die Ostöffnung, globalisierende Kunstmärkte wie Effekte der Globalisierung, die zur Auflösung westlicher Hegemonie in der modernen und zeitgenössischen bildenden Kunst geführt und das Feld weltweit für eine als post-historisch oder auch post-ethnisch bezeichnete Kunst bereitet haben.